Praxis für Naturheilkunde und Psychotherapie

Magersucht,—Ess–Brech-Sucht, Essstörungen
Das Essen wird als Spannungs- und Problemabbau erlebt, gleichzeitig besteht panische Angst vor dem Zunehmen. Die Gedanken kreisen stets um die Themen Essen, Diät und Figur. Leidet ein Mensch unter Essanfällen, führt dies häufig zu Selbstvorwürfen, Schamgefühlen und Depressionen. Mögliche Ursachen: Enttäuschungen in Beziehungen, Diät halten, geringes Selbstwertgefühl, Scham- und Schuldgefühle, wiederholte Kränkungen, Versagensgefühle

Essstörungen stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem dar. Obwohl sich Betroffene der unterschiedlichen Krankheitsbilder u. a. in ihrem Erscheinungsbild beträchtlich unterscheiden, ist es doch allen Essgestörten gemeinsam, dass das lebensnotwendige „Essen“ ein erhebliches psychosomatisches Problem, oft mit körperlichen, psychischen und sozialen Konsequenzen geworden ist.

Magersüchtige sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild auffallend dünn. Sie sind hoch sensibel für die Bedürfnisse anderer und können sich verbal gut mit Freunden, Bekannten und Verwandten auseinander setzen. Der Zugang zu ihrer eigenen Gefühlswelt ist ihnen jedoch sehr schwer möglich. Daher ist es auch für nahe stehende Personen schwer, sie emotional zu erreichen und zu stützen.

Typisch für Magersucht Fehlender Kontakt zum Körper und dessen Bedürfnissen, Der Körper wird als Feind erlebt und bekämpft, Ständiges Wiegen und sich zu dick fühlen, Der Kopf kontrolliert und steuert, manchmal übertriebene Sparsamkeit und extremer Reinlichkeitssinn, Ablehnung jeglicher lustbetonter Betätigung, eine ausgesprochen spartanische Lebensweise, Rückzugsverhalten, Schwarzweißdenken und depressive Verstimmungen, Ritualisiertes Essverhalten., Extrem langsames Essen, extrem heiß oder kalt essen, Verzehr von Baby- oder Kindernahrung, breiige Kost, Bevorzugung von kalorienarmen Nahrungsmitteln und Getränken, meist sehr einseitige Nahrungsauswahl, Essen vortäuschen, kauen und ausspucken., Kochen, backen, Rezepte sammeln und andere zum Essen animieren, Vieles im Stehen machen., Sich Kälte aussetzen., Exzessiv Sport treiben, Tragen von schweren Taschen/Rucksäcken, Die Betroffenen verweigern sich über lange Zeit, sich ihre Krankheit einzugestehen.

Typisch für Ess-Brech-Sucht

Vom äußeren Erscheinungsbild sind bulimische Frauen/Männer scheinbar normal, meist schlank. Sie sind sehr gepflegt und ehrgeizig. Es ist kaum zu erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe benötigen. Bulimie ist schambesetzt und heimlich., Selbstekel, das Gefühl, abnorm zu sein, Soziale Isolation, Vernachlässigung von Interessen, depressive Verstimmungen, Andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht, Krankhafte Furcht davor, dick zu werden, Das Gefühl des Kontrollverlustes über das Essverhalten, selbstinduziertes Erbrechen, Medikamentenmissbrauch, übermäßige körperliche Betätigung.

Spezielle Behandlungsmethoden und Vorbeugungsmaßnahmen im Rahmen der Naturheilkunde und Verhaltens- und Hypnotherapien haben sich bewährt: Die medikamentöse Therapie hat hier mehr unterstützende Funktion.